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Mittwoch, Juni 27, 2007

Erstellen einer (optimierten) Druckdatei aus ArcGIS 9.1

Geholfen bei der Erstellung einer vernünftigen Druckdatei haben: " White Paper - Drucken und Plotten mit ArcGIS Desktop 9.x ", ein PowerMac G5-2x2,3ghz mit 5 Gigabyte Arbeitsspeicher, viel Zeit, diverse Tests und zusammengetragenes Wissen über ArcGIS und die Druckvorstufe mit CS2-Programmen (AcrobatPro, InDesign, Photoshop).

Probleme

1. Schwierigkeiten bei der Erstellung der "Druckdatei" aus ArcGIS.
In der Druckdatei:
2. Zerschossene Grenzbänder
3. Transparenzen
4. Ungewollte Wandlung von Vektor- in Rasterdaten
5. Auflösung der Rasterdaten
6. Entstehende Datenmengen bei temporären Dateien und Druckdateien

Allgemeines

In ArcGIS gibt es verschiedene Möglichkeiten Druckdateien zu erstellen:
- Den Export in z. B. EPS oder PDF mit Fonteinbettung und der Einstellungsmöglichkeit der Auflösung und TIFF mit Auflösung und Auswahl verschiedener TIFF-Formate (Farbmodus, Komprimierung).
- Druckdateien über ArcMap (auch PostScript).
- Druckdateien mit verschiedenen nachinstallierten PS-Druckertreibern u. a. AdobePDF.

Lösungen
1. Die primären Schwierigkeiten, die bei der Erstellung von Druckdateien mit ArcGIS auftreten können, werden schon mal in dem oben genannten "White Paper", das von der Firma ESRI bereitgestellt wird, erläutert. Hier werden alle (?) theoretischen Fehler an Rechner, Betriebssystem, Netzwerk und Hardware beleuchtet.

2. Die zerschossenen Grenzbänder treten nur auf, wenn sie gemeinsam mit Rasterdaten in einer Druckdatei ausgegeben werden.

3. Verwendete Transparenzen: Ich meine hiermit, wenn z. B. durch eine breite Linie eine darunterliegende Linie erkennbar ist. Normalerweise wäre diese ausgespart. - Werden in einem Menü Transparenzen eingestellt, werden dadurch im Prozess zur Erstellung der Druckdatei lange Rechenzeiten ausgelöst, temporäre Datenmengen gehen bei Karten (z. B. 90 x 70 cm) in den Gigabytebereich.

4. Hat vielleicht etwas mit der Umsetzung der Transparenzen zu tun. Erzeugt je nach Einstellung in der "Ausgabequalität" und Farbmodus speicherplatzhungrige Rasterdatenebenen. Sprich: Sind "Musterflächen" enthalten, die in ArcGIS als Rasterdateien umgesetzt werden, so werden auch die übrigen Vektorebenen in Rasterdaten gewandelt. Die Qualität wird dadurch nicht besser und der benötigte Speicherplatz ist sehr viel höher.

5. Kartengrundrisse, die als Rasterdaten vorliegen, sollten auch in der Ursprungsauflösung ausgegeben werden, um Moirées (Musterbildung) in Rasterflächen zu verhindern. Auch beim Farbmodus ist der kleinstmögliche, oder auch der Ursprungsmodus, einzustellen: Schwarzweiß 1Bit, Graustufen 8 Bit, RGB 24 Bit, CMYK 32 Bit. Wird eine Schwarzweißkarte als CMYK ausgegeben ergibt das z. B. die 32-fache Datenmenge. Verdoppele ich die Auflösung der Rasterdaten, so vervierfacht sich die Datenmenge. Scheinbar kleine Änderungen zeigen also große Wirkungen.

6. Das Schreiben einer fast 70 Megabyte großen PDF-Druckdatei mit transparenten Ebenen, erzeugt eine temporäre Datei von über 4 Gigabyte. Die optimierte letztendlich noch 8 Megabyte große Datei, die auf den Drucker geschickt wird, erzeugt noch eine temporäre Datei von 500 Megabyte. Soviel zu auf den ersten Blick nicht sichtbaren entstehenden Dateigrößen, die irgendwo zwischengelagert werden.

Wie wir es gemacht haben:

Statt einer Gesamt-Druckdatei haben wir in ArcGIS in der Karte vorliegende Rasterdaten in deren Originalauflösung als Schwarzweiß-TIFF abgespeichert. Bei Musterebenen, die in ArcGIS für den Druck als Rasterdatei umgesetzt werden, haben wir die in diesem Fall nötige Auflösung von 400 dpi gewählt und auch diese als Schwarzweiß-TIFF gespeichert. Reine Vektorebenen aus ArcGIS lassen sich auflösungsunabhängig als Vektoren im PDF-Format erhalten und speichern. Die Ebenen müssen alle das gleiche Format (in cm) haben, um in InDesign problemlos übereinandergelegt werden zu können. -> Ein Übereinanderlegen in InDesign muss in der gleichen Reihenfolge möglich sein, wie in ArcGIS.

In InDesign CS2 wird ein Layout in der passenden Größe und mit den benötigten Ebenen angelegt. Die Dateien werden in der richtigen Reihenfolge übereinander gelegt. Schwarzweiß-Rasterdateien können dort die passenden Druckfarben zugeordnet werden. Letztendlich wird eine PS- oder PDF-Datei über das Druckmenü erzeugt.

Möglich ist diese Lösung sicher auch in anderen Graphik- oder Layoutprogrammen. Nur dürfen dort evtl. statt der PDFs nur EPS-Dateien und/oder ausschließlich TIFFs verwendet werden.

Dienstag, März 13, 2007

RGB-Karte hat nach CMYK-Wandlung mit GCRmaximum nach dem Delta-RIP einen starken Magenta-Stich

Problem: Die Karte liegt als TIFF-Datei in RGB vor und kommt vermutlich aus ArcGIS oder SICAD. Schwarze Schrift steht in allen vier Druckfarben an. Nach der Umwandlung in CMYK über GCRmaximum, um das Schwarz nur im Schwarzauszug zu haben, wird der Magenta-Auszug nach dem Durchlauf durch das Delta-RIP etwa 5% zu stark.

Fehlersuche:

GCRmaximum in Verbindung mit PS- oder PDF-Export oder -Druck aus Photoshop ergibt immer einen zu starken Magentaauszug nach dem Delta-RIP.

Der Export oder der Druck in eine PS- oder PDF-Datei aus Photoshop sorgt zusätzlich immer dafür, dass Schwarz (auch das umgewandelte) wieder in allen vier Farben ausgegeben wird.

Speichere ich aus Photoshop eine TIFF-Datei und öffne diese in Acrobat Pro 7.09 als PDF-Datei erscheinen die Linien geglättet und nicht "randscharf" wie sie im TIFF vorhanden waren.


Lösungen:

Guter und schneller Weg: sRGB zuweisen. GCRmaximum mit 15% Druckzuwachs und Euroskalafarben. Speichern als TIFF-Datei. Import in InDesign CS2. Erstellen einer Composite-PS-Datei über den Suprasettertreiber. Delta-RIP.

Alternativ mit Wunschfarben aber sehr viel zeitaufwändiger: Umwandlung RGB nach CMYK ohne Farbmanagement oder von sRGB nach Papierprofil. Auswahl der einzelnen Farben über den Zauberstab und Zuweisen von vorgegebenen Farbwerten. Speichern als TIFF-Datei. Import in InDesign CS2. Erstellen einer Composite-PS-Datei über den Suprasettertreiber. Delta-RIP.

-> Scheinbar lässt sich direkt aus Photoshop nicht direkt eine unveränderte Druckdatei erstellen. Muss man immer über ein Layoutprogramm gehen?

-> Je öfter ich mir diesen Workflow ansehe, gehe ich davon aus, dass das Problem bei der Umwandlung des UCRmax-"Profils" in's Photoshop-CS2-PostScript und damit auch in's PDF liegen muss. Denn dass die Umwandlung funktioniert, sieht man ja an der vernünftigen Speicherung als TIFF und der fehlerfreien Farbwerte nach der Konvertierung in's GCRmax. Und in anderen Programmen lässt sich das PostScript mit der eingefügten TIFF-Datei ja schreiben.

Dienstag, November 21, 2006

Visual Color Picker 2.6 für die Farbauswahl in ArcView 3.x

Da ArcView ja eine etwas gewöhnungsbedürftige Farbauswahl hat, suchen viele nach einer Möglichkeit Farbwerte transformieren zu können. Sie funktioniert mit Visual Color Picker 2.6 zwischen den Farbmodellen RGB, HSV, CMYK and HTML HEX-Werte.

So können z.B. gewünschte Druckfarben erreicht werden, wenn man die aus ArcView über New-EPS exportierten RGB-Farben mit deaktiviertem Farbmanagement in CMYK umwandelt.

Freitag, Oktober 20, 2006

SICADsd 4.0: Karte für den Druck (Kundenvorgaben)

Die Karte (LROP) ist 870 x 655 mm groß und soll in Euroskala gedruckt werden. Probleme gibt es schon beim Kunden, weil das Erstellen der Druckdatei Stunden dauert (PC mit WinXP). Sie enthält den Grundriss als Rasterdaten in 500 dpi sowie das Thema als Vektordaten. Die Druckdatei wird beim Kunden über 8 Gb groß. Daten werden in RGB erstellt. Die PDF-Erstellung über AdobePDF-Treiber mit Distiller 5 funktioniert nicht.

Vermutung: Evtl. werden die Schwarzweiß-Rasterdaten in RGB umgewandelt. Oder Vektoren werden in Raster umgewandelt oder die Auflösung wird irgenwo stark erhöht oder falsche Einstellungen.

Endgültige Durchführung:
1. Der Grundriß wird als Graustufenrasterdatei als PDF erzeugt. -> 8 Mb.

2. Kunde optimiert die vorhandenen RGB-Farbwerte der Themadatei für die Umwandlung in CMYK ohne Farbmanagement. Das Ziel dabei ist, das die Linien und Signaturen mit max. 2 Druckfarben gedruckt werden.

Rot 70% wird 30% Cyan, Grün 47% wird 53% Magenta und 20% Blau wird 80% Yellow. Im RGB entsprechen 0 ->100% Schwarz und 255 -> 0% Schwarz (also weiß). 30% einer Druckfarbe Cyan oder Magenta oder Yellow entsprechen also dem R- oder G- oder B-Wert 178,2.

3. Mit der Shareware Fineprint wird die Datei in den Fineprint-Druckertreiber gedruckt, dieser bietet im Druckmenü die Weitergabe an den AdobePDF-Treiber mit Distiller-Joboptions an und erstellt so eine PDF-Datei. Der direkte Weg auf AdobePDF funktionierte ja nicht. -> 102Mb.

4. Umwandlung der Themadatei in CMYK ohne Farbmanagement mit Pitstop 6.5.3 über ein Pitstop-Profil. Ohne Farbmanagement, weil die Farben dabei vorhersagbar umgewandelt werden und Schwarz in 100% Schwarz und nicht in allen vier Druckfarben separiert wird. Das dauert auf einem G5 2x2,3ghz mit 3 Gb RAM 2,5 Stunden, aber es funktioniert.

5. Kombination in InDesign CS2 in zwei Ebenen und Abgabe als CompositePDF für den Druck.

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